Texte - Link-Killguss

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Text von David Riedel zur Ausstellung "Die Heiligen Versprechen" (pdf)

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Text zum Bild „Fleisch“

Wenn ich Nachrichten schaue, sehe ich oft totes Fleisch, wie auch ab und zu auf meinem Teller. Ein paar Häuser von meiner Wohnung entfernt ist eine Roßschlachterei, das Fleisch dort hat eine schöne Farbe, verführerisch schön! Das Schlachten selbst ist dem offenen Blick entzogen, man sieht am Ende nur das Stück Essen auf seinem Teller oder fühlt es unter dem Gaumen.

Tobias Killguss, für den Ausstellungskatalog "Die Erben Wilhelm Morgners" 2011

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Tobias Killguss Zu meinen Bildern

Sind Träume nicht ebenso wahr wie das Wachsein? Das Unterbewusste nicht genauso wichtig wie die gesetzliche Strafverfolgung? Forschungsgebiete, Systeme, psychische Mechanismen, … alles existiert parallel zueinander,  amalgamartig, eine Welt voller Zeichen, Wegweiser und Versprechungen in fröhlich-chaotischer Ko-Existenz! Religion, Wachstum oder Demokratie sind die Themen, über die man spricht, Blutrache und Kinderschändung sind in den Medien, während die schönen Dinge des Lebens nicht gemeldet werden. Sie brauchen keine Erklärung, sie sind einfach da. Mich interessieren Orientierungsmuster, wie leicht bilden sich kollektive Meinungen. Ordnungssysteme, die den Menschen zusammenflicken, das Prinzip Hoffnung. Wird Gentechnik die Welt retten? Vielleicht werden die Menschen der Zukunft 200 Jahre alt … was sie dann wohl machen?

Wird man sich der Konstruiertheit von Ordnung oder Hoffnung einmal bewusst, wirkt alles sehr rätselhaft, zusammengedacht, unwirklich. Auch meine Bilder sind so. Sie wollen a l l e s sein, das Ideal wie die ersten Kunstwerke, die die Steinzeitmenschen fertigten als Boten der Ewigkeit. Eine Ewigkeit, die – auf Kunstwerke bezogen – ein paar hundert Jahre dauern kann, oder auch mal 30.000. Was bleibt zu tun übrig? Gemalte Gegenstände haben abstrakte Bildfunktionen. Metaphysik finde ich uninteressant, also male ich Fragmente der Wirklichkeit, lasse sie in Bildern erscheinen, mal dies, mal das.

für die Webseite der Galerie "Gold Rot Schwarz - German Arthouse" 2012

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Text zum Bild "Rosenkavalier und andere Torheiten"

Wir haben Überzeugungen aller Art, die uns zum Tun und Handeln antreiben. Was machen Menschen? Reden halten, sparen, spielen, foltern oder weglaufen. Zuweilen erobert ein Volksstamm die Welt, andere Menschen werden bekehrt, Alternde lassen sich ihr Gesicht chirurgisch aufpolieren, usw. Man unternimmt diese Anstrengungen, ist es nicht ein gutes Gefühl, das Richtige, etwas Gutes oder Sinnvolles zu tun, für den Moment wenigstens? Wir sind überzeugt, wir sagen „Jaaa“, dabei gehört „Fressen und gefressen werden“ zur Maschinerie. Ich male Bilder. Diese wollen nichts erzählen oder deuten, lediglich die Realität beschreiben, was für ein Anspruch.

2011

Atelier, Weststraße

Künstlerische Forschung

realitaetsebenen113.jpg

Gedichte

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